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Sehr direkt und frei heraus

Kreiswettbewerb „Schüler lesen Platt“

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Die Erstplatzierten der Altersgruppen 5./6. Schuljahr, 7./8.Schuljahr und ab 9. Schuljahr mit einem Teil der Jury und Vertretern der Kreissparkasse. Fotos: Franz Buitmann

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bn Altkreis Bersenbrück. „Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache in ganz Norddeutschland. Mehr oder weniger selbstverständlich wird sie im täglichen Miteinander benutzt – auf dem Lande stärker als in den Städten. Die Erkenntnis nimmt zu, dass Plattdeutsch zur regionalen Kultur gehört“, sagte Sparkassendirektor Bernd Heinemann zu Beginn des Kreisentscheids „Schüler lesen Platt“ in der von-Ravensberg-Schule in Bersenbrück.

Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre durchgeführt, im Bereich des Altkreises Bersenbrück sind die Kreissparkasse Bersenbrück und der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) die Ausrichter. Initiatoren auf Landesebene sind die niedersächsischen Sparkassen in Zusammenarbeit mit der Sparkassenstiftung. Der Wettbewerb ist Bestandteil der vom Kultusministerium aufgestellten Liste von geförderten Schulwettbewerben. In fünf Altersstufen wird zunächst für jede Altersgruppe ein Schulsieger ermittelt. Bewertungskriterien sind die Lesefertigkeit, die Aussprache, die Betonung und das Textverständnis.

Beim Kreisentscheid nahmen insgesamt 24 Schulen mit 763 Schülern teil. Für die jeweils drei erstplatzierten Kreissieger und ihre Schule gibt es Preise, alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde, einen Kino-Gutschein und eine Tüte Popcorn.

Die jeweils zwei Besten aus den insgesamt fünf Altersgruppen des Kreisentscheids nehmen am Bezirksentscheid teil, der am 9. Juni in Meppen stattfindet. Der Landesentscheid wird am 3. Juli in Oldenburg stattfinden.

In seiner Begrüßung erklärte Bernd Heinemann weiter, dass das Plattdeutsche eine Sprache sei, in der sehr direkt und frei heraus etwas gesagt werden könne. Die älteste überlieferte Form des Plattdeutschen sei das sogenannte Altsächsische oder auch Altniederdeutsche. Gemeint sei damit die Sprache des germanischen Stammes der Sachsen. Zur Blütezeit der deutschen Hanse, vom 13. bis 16. Jahrhundert, habe Plattdeutsch als Weltsprache gegolten. Die Kaufleute der Hanse hätten sich der Sprache in ihren Verhandlungen bedient und auch Verträge auf Plattdeutsch aufgesetzt. Das Hochdeutsche habe zu der Zeit kaum existiert.

Mit dem Vorlesewettbewerb wollten die Sparkassen dieses kulturelle Erbe gemeinsam mit den örtlichen Kooperationspartnern fördern. Schüler aller Altersgruppen zeigten beim Vorlesen immer wieder, dass das Niederdeutsche auch heute noch in weiten Teilen des Landes zur Alltagskultur gehört“, sagte Bernd Heinemann abschließend.

Für den Kreisheimatbund Bersenbrück stellte dessen Vorsitzender Franz Buitmann fest, dass sich die Kooperation mit der Kreissparkasse bewährt habe. Die Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs sei wieder perfekt erfolgt, Eckhard Droste und Axel Clausing von der Marketing-Abteilung der Bank hätten mit ihren Teams wieder ganze Arbeit geleistet. Der Vorsitzende dankte zudem der Schüler-Firma der von-Ravensberg-Schule für die Bewirtung.

Den neun Jury-Mitgliedern – neben ihm selbst – Carla Markus, Gisela Krieger, Maike Dewitz, Heinz Böning, Franz Feldkamp, Ralf Menke-Stickfort, Rainer Drewes, Ulrich Gövert falle die Aufgabe zu, aus all den guten Vorlesern die Besten herauszufinden. Das sei nicht leicht, weil hier nicht mit Stoppuhr, Bandmaß oder Waage eindeutig entschieden werden könne. Als Anerkennung schenkte der Kreisheimatbund allen Teilnehmern das von ihm vor Jahren entwickelte Puzzle „ Unsere Region verbindet“.

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Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land  hat als Schwerpunktthema den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel im Osnabrücker Land seit dem 19. Jahrhundert.

 Strukturwandel im
19./20. Jahrhundert in Landwirtschaft, Handwerk, Gesellschaft

2016-002

Hof-und Familiengeschichte
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