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Plattdeutsch ist cool

Kreissparkasse Bersenbrück war Ausrichterin des Bezirksentscheids

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Die Erstplatzierten beim Bezirksentscheid „Schüler lesen Platt“ mit (von links hinten) Franz Buitmann, Kreisheimatbund  Bersenbrück, Moderator Ludger Abeln sowie Bernd Heinemann,  Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bersenbrück. Foto:  Kreissparkasse

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Mit plattdeutschen Sketchen bereicherte die AG der Grundschule Berge den Bezirksentscheid „Schüler lesen Platt“.
Foto: Franz Buitmann

Gitarren

Die Gruppe „Notmade“ aus Georgsmarienhütte umrahmte die Bezirksausscheidung „Schüler lesen Platt“.
Foto: Franz Buitmann

bn/be Bersenbrück. Ist Plattdeutsch die Sprache der Hinterwäldler? Nein, sagt Bernd Heinemann, Vorstand der Kreissparkasse Bersenbrück, die zusammen mit dem Kreisheimatbund Bersenbrück in diesem Jahr den Bezirksentscheid „Schüler lesen platt“ ausrichtete. 20.000 Wettbewerbsteilnehmer in Niedersachsen zeigten die Lebendigkeit des Plattdeutschen.

Einmal vom NDR-Moderator Ludger Abeln auf die große Bühne geholt zu werden, davon träumen sicherlich viele. Für Jaqueline Postler und zahlreiche andere Schüler wurde dies in der von-Ravensberg-Schule Bersenbrück Wirklichkeit. Die Achtklässlerin vom Greselius-Gymnasium Bramsche amüsierte in ihrem gekonnt dargebotenen Vortrag die zahlreichen mitgereisten Fans der Plattdeutsch-Leser von Emlichheim bis Spahnharrenstätte mit dem, was alles passierte, „as Oma und Opa in Ossenbrügge wörn“. Mit einem Augenzwinkern las sie davon, wie die beiden Alten bei ihrem „Großstadtbesuch“ von einem Missverständnis ins nächste tappten und so ihre Schwierigkeiten mit der modernen Welt zeigten.

Zwar konnte sie das Ticket zum Niedersachsenentscheid nicht gewinnen, aber „viel Spaß hat es trotzdem gemacht, plattdeutsch zu lesen“, sagte die Gymnasiastin.

Dass plattdeutsch cool und modern sein kann, zeigten in Bersenbrück auch die Songs der Schülerband Notmade aus Georgsmarienhütte und die flotte plattdeutsche Moderation des Nachmittags durch Ludger Abeln. Die AG der Grundschule Berge unter der Leitung von Günther Küthe erntete für die zwei plattdeutschen Sketche vor, „Inne Schaule" und „Bi´n Kaffeedisk“ riesigen Beifall. Schon bei der Begrüßung aber auch später begeisterte Pantomime „Das Cameleon“€. Für die Bewirtung sorgte in hervorragender Weise die Schülerfirma der von-Ravensberg-Schule.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Bersenbrück, Bernd Heinemann, wies in seiner Begrüßung darauf hin, viele Bürger im Land Niedersachsen verstünden die niederdeutsche Sprache oder das Plattdeutsche, sprechen allerdings könnten es nur verhältnismäßig wenige. Da „Platt“ ein großes Kulturgut sei, unterstütze die Kreissparkasse mit vollem Herzen und aus eigenem Interesse den Wettbewerb der Sparkassenorganisation. „Wenn ich in meiner Schulzeit statt Latein Platt gelernt hätte, ich käme heute viel besser zurecht. Ich habe bei uns noch keinen Latein sprechen hören, plattdeutsch dagegen aber viele“, meinte der Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück, Stefan Muhle. Er dankte für das Engagement und Interesse an einer lebendigen Sprache. Der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, Hermann Meyer, dankte auch im Namen der Stadt Bersenbrück allen an der Vorbereitung und Ausrichtung des Bezirksentscheids Beteiligten. Plattdeutsch sei keine einheitliche Sprache wie das Hochdeutsche, es klinge je nach Region ganz unterschiedlich, man „praote, küre oder schnacke“ Platt. Rezepte könne man aufschreiben, Landschaften könnten gepflegt werden. Aber Sprache müsse gesprochen werden, um sie zu erhalten. Das gelte natürlich ganz besonders für die plattdeutsche Sprache. Die fünfzehn Jurymitglieder aus den drei Sparkassenbereichen Bersenbrück, Emsland und Nordhorn hatten keine leichte Aufgabe, nach den Kriterien Lesefertigkeit, plattdeutsche Aussprache, Betonung und Textverständnis aus den fünf Altersgruppen die Sieger zu ermitteln. Die jeweiligen Erstplatzierten nehmen am 21. Juni am Landesentscheid in Lüneburg teil.

Die jeweils drei Erstplatzierten beim Bezirksentscheid erhielten Geldpreise, ebenso die Schulen. Die Siegerehrung übernahmen Bernd Heinemann und der Vorsitzende des Kreisheimatbundes Bersenbrück, Franz Buitmann.

 

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