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KREISHEIMATBUND UNTERWEGS Zurück
Gemeinde Berge ist immer eine Wanderung wert

Von Jürgen Schwietert

Sternwanderung2018 Zahlreiche Wanderfreunde trafen sich am Sonntag zur Sternwanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück, in diesem Jahr zusammen mit dem Heimatverein Berge organisiert. Zwei landschaftlich reizvolle Wanderungen führten von Bippen und von Grafeld nach Berge.

Im Bereich Berge wurde das Wandergebiet Billkuhle erkundet sowie ein Ortsspaziergang angeboten. Und auch die Pedaleure kamen nicht zu kurz. Mit Start Heimathaus Feldmühle in Bersenbrück sowie von Hollenstede aus machten sie sich auf den Weg nach Berge. Mit der Übergabe der Erinnerungsbänder endete die Veranstaltung beim Museum Meyer-Haus.

Zu Fuß und mit dem Rad

Bereits um 9.30 Uhr machten sich die Wanderer aus dem Raum Bippen mit Wanderführer Kurt Freye am Heimathaus auf die Socken. Über Kreuzberg, Ackwinkel und die ehemalige Kleinbahnstrecke erreichten sie das Ziel. Gleichzeitig ging es in Bersenbrück mit Randwanderführer Winfried Meyer los. Der Weg führte über Ahausen, Druchhorn. Kettenkamp, Eggermühlen und Hekese fast ausschließlich über kaum befahrene, asphaltierte Wege mit unmerklichen Steigungen. Unterwegs stießen immer wieder weitere Radfahrer dazu.

Sicht nicht wie erhofft

Die beiden ersten Gruppen waren schon unterwegs, als Wanderführer Günter Ahrndt mit seinen Leuten in Grafeld an der Kirche startete. Über den ehemaligen Kirchweg mit seinem Ausblick weit in die Norddeutsche Tiefebene ging es nach Berge. Leider war die Sicht nicht so gut wie erwünscht.

Das Wandern bei idealem Wetter aber machte dieser Gruppe ebenso Spaß wie den Erkundern des Wandergebiets Billkuhle, die Wanderführer Dieter Hagemann den Naturfreunden zeigte. Waldspielplatz, Fischteiche, Wassertretbecken und der Berger Canyon im Wandergebiet wurden in Augenschein genommen. Zurück ging es über den Osterberg.

Ortsspaziergang

Beim Ortsspaziergang mit Wanderführer Christoph Otten lernten die Gäste die liebenswerte Nordkreisgemeinde kennen. Ihre Geschichte ist unter anderem durch den Hollandgang, dem das Museum Meyer-Haus einen Schwerpunkt seiner Arbeit widmet, geprägt. Neben dem Museum wurden auch das Heimathaus sowie die evangelische Lutherkirche und katholische Servatius-Kirche in Augenschein genommen.

Nachdem alle Wanderer am Ziel angekommen waren, wartete schon Hans Raskob mit seiner leckeren Erbsensuppe auf die nunmehr recht hungrigen Gäste. Kees Klingenberg erfreute die Teilnehmer mit alten Liedern am Keyboard.

Schöne Umgebung

Im Anschluss hieß Franz Buitmann, der Vorsitzende des Kreisheimatbundes Bersenbrück, die Gäste willkommen. „Es ist schön, dass so viele Wanderer nach Berge gefunden haben. Dass sich dann die Gemeinde auch noch an den Straßen geschmückt hat, hätten wir gar nicht erwarten“, ging Buitmann humorvoll auf den Schmuck zur Fronleichnamsprozession ein. „Berge ist immer eine Wanderung wert; Berge hat eine wunderschöne Umgebung“, betonte der Vorsitzende, der auch auf das Heimathaus und das Museum Meyer-Haus einging.

Dem Heimatverein galt ein Dank für die perfekte Organisation. „Wir danken ihnen, dass sie uns heute die Freude gemacht haben, nach Berge zu kommen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Berge, Martina Kramer. Ihr Dank galt dem Helferteam.

Kulturelle Vielfalt

Der stellvertretende Landrat Werner Lager betonte, immer gerne zu den Veranstaltungen der Heimatfreunde zu kommen. „Wir haben im Landkreis so viele Sehenswürdigkeiten sowie Städte und Gemeinden, die schöne Ecken haben. Es sind immer wieder die Heimatfreunde, die diese schönen Ecken mit Leben füllen. Sein Dank galt den Menschen, die diese kulturelle Vielfalt erhalten.

Der Berger Bürgermeister Volker Brandt ging auf den schönen Schmuck des Dorfes zu den verschiedensten Anlässen ein. Sein Dank galt auch dem Team vom Backhaus, welches für zahlreiche frischgebackene Brotlaibe sorgte.

Auf die Sternwanderung des Wiehengebirgsverbands am 10. Juni in Fürstenau wies der Vorsitzende des Heimatvereins Fürstenau die Wanderfreunde hin. Zum Abschluss gab es die begehrten Erinnerungsbänder, die nunmehr als weiterer Schmuck den Wanderwimpeln angefügt wurden.

Die Wanderwege nach / um Berge

1. Wanderung von Bippen mit Wanderführer Kurt Freye, Start 9.30 Uhr am Heimathaus. Der Weg führt über den Kreuzberg, Ackwinkel sowie die ehemalige Kleinbahnstreck zum Heimathaus Berge. Länge: etwa 5,5 Km

2. Wanderung von Grafeld nach Berge mit Wanderführer Günter Ahrndt, Start 10 Uhr an der Kirche in Grafeld. Der Weg folgt dem alten Grafelder Kirchweg, vorbei am Bildstock von 1831. Länge: etwa 6 Km.

3. Wanderung durch das Wandergebiet Billkuhle mit Wanderführer Dieter Hagemann. Start um 10 Uhr am Heimathaus. Auf dem Hinweg folgt der Weg ein Stück der alten Kleinbahnstrecke in Richtung Billkuhle. Vorbei  geht es am Waldspielplatz, den Fischteichen, dem Wassertretbecken und der Billkuhle. Der Rückweg führt über den Osterberg. Länge: etwa 6 km.

4. Ortsspaziergang mit Wanderführer Christoph Otten. Start um 10 Uhr am Museum Meyer Haus. Der Ortsspaziergang beginnt im Museum und führt dann durch den Ort mit Heimathaus, evangelische Lutherkirche, katholische Servatiuskirche (wenn möglich, mit Innenbesichtigung).

5. Radwanderung mit Wanderführer Winfried Meyer. Start um 9.30 Uhr am Heimathaus Feldmühle Bersenbrück. Der Weg führt über Ahausen, Druchhorn. Kettenkamp, Eggermühlen und Hekese fast ausschließlich über kaum befahrene asphaltierte Straßen mit unmerklichen Steigungen. Randwanderer können um 10.20 Uhr am Loxter Ort (Wartehäuschen), um 10.40 Uhr am Heimathaus Telgkamps Mühle und um 11 Uhr Schutzhütte Bockraden Schulstraße hinzu kommen. Auf Wunsch gemeinsame Rückfahrt. Länge: 22 km
 

 

KHBB-Frühwanderung Zurück

Bippen: Maiwanderer trotzen dem Regen

Maigang2018Die Wanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück in den Mai ist stets etwas für Frühaufsteher. Dieses Jahr kamen Wind und Regen hinzu. Doch das konnte die Heimatfreunde nicht schrecken.

Die Frühwanderung am 1. Mai in den Maiburg-Wald gehöre zu seinem festen Programm, teilt der Kreisheimatbund mit. Mit dieser seit Jahrzehnten etablierten Veranstaltung möchten die Heimat- und Wanderfreunde den Frühling begrüßen. Der Vorsitzende Franz Buitmann habe mehr als dreißig Teilnehmer in wetterfester Kleidung und mit Regenschirm willkommen geheißen, die sich in aller Herrgottsfrühe um 6 Uhr in Bippen eingefunden hätten.

Erläuterungen rund um den Wald

Werner Hollermann, Ehrenmitglied im KHBB und ehemaliger Vorsitzender des Heimatvereins Bippen, führte die Gruppe auf einer zweistündigen Wanderung durch das Forstgebiet Maiburg. Unterwegs erläuterte Hollermann die Entstehung des Waldgebietes, stellte seine frühere und heutige Nutzung vor, außerdem den Waldspielplatz, die Hexentreppe, den „Tangen“. Nach der Wanderung wärmten sich die Heimatfreunde beim gemeinsamen Frühstück im Hotel „Maiburger Hof“wieder auf.

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 DEN ERSTEN SCHRITT TUN“

Heimatverbände beraten in Fürstenau über Integration

Von Jürgen Schwietert

Migration Anke KuscheSie hieß die Gäste im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus in Fürstenau willkommen: Pastorin Anke Kusche (stehend).Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Das Thema Integration stand im Mittelpunkt einer Arbeitstagung des niedersächsischen Heimatbunds (NHB), des Wiehengebirgsverbands (WGV), des Heimatbundes Osnabrücker Land (HBOL) und des Kreisheimatbunds Bersenbrück (KHBB).

Im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus St. Georg in Fürstenau führte der Vorsitzende des KHBB, Franz Buitmann, verbunden mit einem Dankeschön an die Ideengeber und Organisatoren Gisela Krieger und Tim Wagemester sowie an die Kirchengemeinde in das Thema ein. „Es ist uns wichtig, dass wir den nach hier geflüchteten Menschen eine neue Heimat bieten“, betonte Buitmann. In ihrem Grußwort ging Pastorin Kusche auf Fluchtszenen in der Bibel ein. Erfreut über die in Fürstenau stattfindende Tagung zeigte sich auch Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, der

zusammen mit Bürgermeister Herbert Gans an der Veranstaltung teilnahm.

Alt- und Neubürger zusammenbringen

Sodann hinterfragte Anna Quell vom NHB in ihrem Referat, wie es gelingen könne, Alt- und Neubürger zusammenzubringen. „Heimat ist für jeden Menschen etwas anderes“, so Quell. Heimatvereine hätten die Kernkompetenz, Neubürger umfassend zu informieren und sie bei der Integration zu begleiten. Integration sei eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Geben wir Neubürgern die Chance, ein Teil der gesellschaftlichen Entwicklung zu sein“, betonte sie. Sodann informierte Antigone Mally über ihre Arbeit als Integrationsbeauftragte in der Samtgemeinde Fürstenau. Sie machte deutlich, dass mit Hilfe zur Selbsthilfe die Integration am besten gelingen könne. Dem Flüchtling einen abgeschotteten Schutzraum zu bieten, sei der falsche Weg. Mithilfe des großen ehrenamtlichen Engagements gelinge es, die Neubürger bei ihren verschiedenen Aufgaben zu begleiten. Dazu gehören unter anderem Behördengänge ebenso wie Anmeldungen in Schule und Kindergarten. „Ehrenamtliche dürfen auch nicht überfordert werden“, betonte Antigone Mally.

Wichtig: heimische Sprache vermitteln

Sehr wichtig sei es, die heimische Sprache zu vermitteln und Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden. Weiterhin ging sie auf die Erfolgsgeschichte des Festes der Kulturen ein, das in diesem Jahr am 1. September zum dritten Mal stattfindet, sowie auf das an jedem zweiten Dienstag im Monat stattfindende Café der Begegnungen. Diverse Fürstenauer Organisationen fragten an, ob sie sich hier einbringen dürfen. Es entstehen Gespräche, Integration gelingt. Die Erfahrungen aus der Samtgemeinde Bersenbrück steuerte Sozialpädagoge Jonas Olding bei. Dort kümmern sich 60 Ehrenamtliche um die Flüchtlinge. Gäbe es diese nicht, wären wir aufgeschmissen, sagte er. „Ohne sie würde Integration nicht gelingen“, so Olding. Deutlich wurde in seinem Vortrag, dass die

Arbeit in Bersenbrück vergleichbar dem Fürstenauer Angebot ist. Hinzu kommen weitere Aktionen für Flüchtlingsfrauen sowie Kinder und Jugendliche wie Familientreff, Familienplanung, Gemüsegarten, Mama lernt Deutsch, Frauenschwimmkurs.

Freundschaften zwischen den Kindern

Der Vorsitzende des Heimatvereins Nortrup, Helmut Brunneke, stellte das seit 2015 laufende Nortruper Projekt Migration-Integration-Heimat vor. Alles fing mit der Bitte um Einrichtung eines Fahrdienstes an. Eine Besprechung, eine öffentliche Informationsveranstaltung, sodann die Initiierung eines Organisationsteams schlossen sich an. Für die Flüchtlinge gab es Ortspläne. Es wurde ein Notfallpaket mit wichtigen Informationen entwickelt; die Zugereisten bei Rundfahrten über den Ort informiert und Sprachkurse vor Ort organisiert. Mit praxisnaher Hilfe, zum Beispiel der Installation von Fernsehgerät und Internet, dem Einrichten einer Fahrradwerkstatt, eines Nähcafés, eines Netzwerks sowie eines Wanderweges und der Ausrichtung einer Weihnachtsfeier, gelinge Integration. Und wenn der Heimatverein zum Arbeitseinsatz aufruft, sind auch die Flüchtlinge dabei. „Das Geheimnis ist, den ersten Schritt zu tun“, sagte er. Wichtig seien auch Freundschaften zwischen den Kindern. Eine Diskussionsrunde schloss sich an. Dabei wurde aber auch deutlich, dass die Einheimischen zu wenig von der Kultur der Zugereisten kennen.

 

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Kurzbeschreibung

Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land  hat als Schwerpunktthema den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel im Osnabrücker Land seit dem 19. Jahrhundert.

 Strukturwandel im
19./20. Jahrhundert in Landwirtschaft, Handwerk, Gesellschaft

2016-002

Hof-und Familiengeschichte
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2016