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Wiehengebirgsverband
2017

500 Jahre Reformation
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2017

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2015

Sternwanderung Radfahrer 15

Über den Husarendamm zum Heidenfriedhof
Sternwanderer treffen sich am
Wacholderhain in Merzen –
Reise in die Vergangenheit
 

 

Sternwanderung Musiker 15

 

 

cg Merzen/Altkreis Bersenbrück.
Auch neun Jahre nach seiner offiziellen Eröffnung hat der Wacholderhain in Merzen nichts von seiner Faszination eingebüßt. Das am besten erhaltene Hügelgräberfeld war am Sonntag Zielpunkt der Sternwanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) – und eine gute Gelegenheit für eine Zeitreise in die Erd- und Menschheitsgeschichte.

 

Sternwanderung Wimpelband 15Die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück feierte am 1. Juni ihr 40-jähriges Bestehen, und genauso lange ist es her, dass ihr langjähriger Leiter Wolfgang Schlüter sich in Merzen durch das Hügelgräberfeld grub, das zwischen den Ortsteilen Plaggenschale und Ost- und Westeroden liegt. Ein guter Anlass also, diesen Ort für einige Stunden in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.

Sternwanderung Führung Friederichs 15

 

 

 

 

 

Axel Friederichs von der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück führte die Besucher durch den Wacholderhain Merzen. Dort liegt das größte und am besten erhaltene Hügelgräberfeld im Osnabrücker Land. Fotos: Christian Geers/Georg Geers (1)

An sechs Orten im Altkreis Bersenbrück starten die Teilnehmer am Morgen. In Merzen finden sich um halb zehn Uhr an der St.-Lambertus-Kirche 15 Wanderer ein, angeführt von Heiner Brinkmann, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Merzen. Sechs Kilometer liegen vor ihnen, eine reizvolle Strecke. Sie erreichen über den „Husarendamm“ schließlich den Wacholderhain. 20 Radler machen sich in Eggermühlen und Kettenkamp auf den Weg, legen Stopps bei der Josef-Kapelle auf dem Hof Schulte zu Sundern ein und am „Breien Stein“ bei Schwagstorf, einst Treffpunkt für Hollandgänger aus der Region. Auch in Bersenbrück, Fürstenau, Schlichthorst und Neuenkirchen finden sich weitere Wanderer und Radfahrer ein.
Sternwanderung Erbsensuppe 15Wie viele Wanderer und Radler zur Mittagszeit schließlich genau am Wacholderhain eintreffen, hat keiner gezählt: „Es müssen zwischen 250 und 300 Teilnehmer gewesen sein“, schätzt Ulrich Gövert. Gemeinsam mit seiner Frau Maria verkauft der Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems die Marken für den Mittagsimbiss. Keine fünf Meter entfernt bildet sich am Tisch schon eine Schlange. Heinz Gerbus hat eine deftige Erbsensuppe zubereitet und füllt damit Teller um Teller, assistiert von seiner Frau Christiane.
Viel zu tun haben auch Bodo Zehm und Axel Friederichs von der Stadt- und Kreisarchäologie. Sie führen mehrere Gruppen über das weitläufige und hügelige Gelände, in dem knorrige Kiefern stehen und Wacholderbüsche wachsen. Seit dem Jahr 2006 gibt es an dieser Stelle, die Fachleute als „Bestattungsplatz Plaggenschale“ kennen, den Wacholderhain, den ein schmaler Pfad erschließt und der einen Ausflug in die Erd- und Kulturgeschichte ermöglicht. 3000 Jahre alt sind die Grabstätten auf diesem Friedhof.

Für Erstaunen sorgen die beiden Experten, als sie an die Pläne aus den späten 1970er-Jahren erinnern, als darüber nachgedacht wurde, dieses Hügelgräberfeld, das im Besitz des Landkreises Osnabrück ist, für die Öffentlichkeit zu erschließen. „Da war sogar von einem Busparkplatz am Rande des Gräberfeldes die Rede“, sagt Friederichs. Die Ideen bleiben Ideen, erst Mitte der 2000er-Jahre rücken die 114 Hügelgräber wieder in den Mittelpunkt. Was Fachleute im Nachhinein nur begrüßen.
Diesen Hügelgräbern galt nicht nur in den 1970er-Jahren das Interesse der damals gerade erst gegründeten Stadt- und Kreisarchäologie, schon 140 Jahre zuvor war an dieser Stelle erfolgreich gegraben worden. 1839 holte ein Dr. Hartmann aus Ankum sage und schreibe 120 Urnen ans Tageslicht, teilweise befanden sich bis zu sechs Urnen aus gebranntem Ton in einem Hügel. Gefunden wurde neben dem Leichenbrand – also den verbrannten Überresten von Menschen – auch Beigaben wie Nadeln, Messer und Pinzetten sowie Schleifsteine. Von dieser Sammlung, so Friederichs, sei aber leider nur noch wenig erhalten. Urnen und Beigaben seien 1848 beim Brand des Hofes Hartmann bis auf wenige Ausnahmen vernichtet worden.
Für Archäologen ist das Gräberfeld bis heute von großer Bedeutung, auch wenn es keine Forschungsgrabungen mehr gibt. Denn in der Bronzezeit (zwischen 1200 und 500 vor Christus) wandelten sich die Bestattungsbräuche der Vorfahren – von der Körperbestattung zur Feuerbestattung. Dicht beieinander lagen die Grabhügel auf diesen Friedhöfen, selten breiter als zehn Meter und etwa einen halben Meter hoch. Erhalten geblieben sind nicht nur diese Gräber, sondern auch Wegespuren nördlich und südlich der Fläche. Auch sie sind Überreste der Menschen, die einst hier lebten.

Zufrieden mit der Resonanz der Sternwanderung ist auch Franz Buitmann, Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück. Er lobt die „tolle Atmosphäre“, die es ermöglicht habe, „ein Stück Heimat näher kennenzulernen“.
 

Sternwanderung2014

2014

Auf fünf Routen rund um Rieste

Sternwanderung mit dem Kreisheimatbund

Stolz präsentierten die Teilnehmer aus den
einzelnen Heimatvereinen in Rieste ihre Wimpel.
Foto: Jürgen Schwietert

pm Rieste. Weit über hundert Heimatfreunde machten sich bei schönstem Wanderwetter am Sonntag auf nach Rieste. Der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) und der Heimatverein Rieste hatten zur Sternwanderung eingeladen. Vier Radwanderungen und eine Fußwanderung führten zum Schützenplatz in Rieste. Von dort aus startete auch eine Fußwanderung rund um Rieste. Die Gäste waren beeindruckt von den Schönheiten der Hasegemeinde.
Mit Hans Grünebaum voran ging es rund um Rieste. Die Riester Heimatfreunde informierten über die Besonderheiten ihres staatlich anerkannten Erholungsortes an den Hasearmen. Vorbei an der evangelischen Emmauskapelle führte der Weg durch Siedlungen mit schmucken Häusern über die Tiefe Hase hin zum Meyerhof mit seinem geschichtsträchtigen Fachwerkgiebel mit interessanter Inschrift. Durch Wiesen und Felder führte der Weg anschließend zum Gut Varendorf, welches sich zum anspruchsvollen Wellnessdomizil entwickelt hat. Seinen unverwechselbaren Charme hat sich das inmitten einer 25 000 Quadratmeter großen, traumhaften Parklandschaft gelegene, historische Anwesen erhalten.
Und dann war der Weg zum Schützenplatz nicht mehr weit. Hier waren inzwischen die Radwandergruppen aus Merzen mit Heiner Brinkmann an der Spitze, aus Eggermühlen mit Klaus Meister und Georg Geers, aus Bersenbrück mit Heinz Drucks und aus Alfhausen mit Josef Schomaker sowie die Fußwandergruppe aus Sögeln mit Heinz Krecke und Gerrit Marks eingetroffen. Auf dem Schützenplatz hieß der Spielmannszug Alfhausen mit Tambourmajor Karl-Heinz Hermes die Gäste musikalisch willkommen. Gleichzeitig sorgte Raskobs Rollende Feldküche für die nötigen Portionen schmackhafter Erbsensuppe. Der offizielle Teil mit der Ausgabe der Wimpelbänder schloss sich an.
Mit einem Dank an den Heimatverein Rieste und seinen Vorsitzenden Alfred Richter für die gute Vorbereitung und an den Spielmannszug Alfhausen für die musikalische Gestaltung eröffnete der Vorsitzende des KHBB, Franz Buitmann, den Reigen der Grußworte. Neben dem Gastgeber und den Lokalpolitikern galt besonders den Wanderfreunden aus Georgsmarienhütte mit Detlef Heming an der Spitze und dem „obersten niedersächsischen Wanderer“ Ulrich Gövert, Präsident des Wiehengebirgsverbandes, ein Willkommen. Buitmann gratulierte mit einem Präsent dem Heimatverein zum vierzigsten Geburtstag.
Das Jubiläum war Anlass, die Sternwanderung nach Rieste zu vergeben. Erfreut über die große Resonanz der Sternwanderung zeigte sich der stellvertretende Landrat Werner Lager. „Ich finde es immer wieder toll, dass es dem KHBB gelingt, seine Veranstaltungen mit Jubiläen der Mitgliedsvereine zu verbinden“, betonte er.
Der Vorsitzende des Heimatvereins, Alfred Richter, dankte dem Schützenverein für seine Unterstützung. Rieste habe zwischen Alfsee und Niedersachsenpark weiterhin vieles Interessante und Schöne zu bieten, betonte Bürgermeister Sebastian Hüdepohl.
Er ging besonders auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Kommune und dem Heimatverein ein. Jetzt sei geplant, gemeinsam einen Radweg ins Leben zu rufen.

„Wir haben einen wunderschönen Vormittag erlebt“, betonte Gövert. Der Wiehengebirgspräsident wies auf das Deutsche Wanderabzeichen hin. Die Wanderbücher seien beim Wiehengebirgsverband zu bekommen.
 Mit einem Dank für die Wanderführer und die Übergabe der Wimpelbänder endete eine gelungene Veranstaltung.
 

2013

             In Kettenkamps „guter Stube“ zu Gast
Telgkamps Mühle Ziel der diesjährigen Sternwanderung des KHBB

Kettenkamp. Von ihrer besten Seite präsentierte sich „Kettenkamps gute Stube“ am Sonntag als Ziel der Sternwanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB): strahlender Sonnenschein begrüßte die Rad- und Fußwanderer am Ziel. Heimatverein und KHBB sorgten dafür, dass die Gäste sich auch wohlfühlten. Sternwanderung 2013 1
Sternwanderung 2013 2

Aus allen Richtungen trafen die Wanderer in Kettenkamp ein. Auch die Eggermühlener hatten sich eigens mit einer Gruppe aufgemacht. Fotos: Anita Lennartz

Bürgermeister Reinhard Wilke half mit beim Befestigen der Wimpelbänder, die an die Sternwanderung erinnern sollen

 „Wir freuen uns, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind, und wir freuen uns über das gute Wetter“, sagte Franz Buitmann,  Vorsitzender des Kreisheimatbundes. Er begrüßte unter anderen als stell vertretenden Landrat Werner Lager. Auch Ulrich Gövert vom Wiehengebirgsverband Weser-Ems hatte als Wanderführer fungiert: Gemeinsam mit Josef Backhaus hatte er eine Radtour ausgearbeitet, die die Teilnehmer 22 Kilometer rund um Kettenkamp führte. Dazu kamen Fußwandergruppen aus Eggermühlen, Berge und zwei Radwandergruppen aus Bersenbrück und Merzen. 
Gegen Mittag waren gut 120 Personen auf dem Mühlengelände zu Gast. Musikalisch begrüßt wurden diese von der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Nortrup-Kettenkamp begleitet.
Wer Hunger hatte, konnte sich mit Erbsensuppe stärken. „Die Suppe war lecker, die Einlage reichlich“, klang es anschließend vielfach, und Hermann Heyer vom Partyservice Heyer nahm das Lob gern entgegen. Ebenso wie die Verantwortlichen des gastgebenden Heimatvereins, denen Franz Buitmann eine „ganz tolle Organisation vom ersten bis zum letzten Moment“ bescheinigte. Weiter bedankte er sich bei allen Vereinen und Wanderführern, die die Wanderungen festgelegt und organisiert haben.
Als Erinnerung an die Sternwanderungen werden stets Wimpelbänder verteilt, in diesem Jahr trugen sie neben dem Logo des Kreisheimatbundes Ziel und Datum mit dem Logo des Heimatvereins Kettenkamp. „Das Wort „Heimat“ ist ein Wort, dass es in vielen Sprachen nicht gibt“, sagte Bürgermeister Reinhard Wilke. Umso mehr freue es ihn, dass man hier über Heimat und Heimatverein sprechen könne. Werner Lager bedankte sich als stellvertretender Landrat bei den ehrenamtlich Tätigen, die vielfach in Heimatvereinen und Kreisheimatbund engagiert seien und solche Veranstaltungen möglich machten.
Einen Dank an den Kreisheimatbund gab es auch vom Heimatverein Kettenkamp. Der Vorsitzende Johannes Lienesch freute sich ebenfalls über die zahlreichen Teilnehmer und gab Informationen zu den Denkmälern wieder, die sich auf dem Mühlengelände befinden.
Zum Abschuss machte Franz Buitmann auf zwei KHBB-Veranstaltungen aufmerksam: Am 4. August findet die Studienfahrt nach Soest statt. Das „offene Singen“ sei in diesem Jahr am 11. August in Bramsche

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Kurzbeschreibung

Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land  hat als Schwerpunktthema den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel im Osnabrücker Land seit dem 19. Jahrhundert.

 Strukturwandel im
19./20. Jahrhundert in Landwirtschaft, Handwerk, Gesellschaft

2016-002

Hof-und Familiengeschichte
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2016